Inhaltsverzeichnis
- Warum mumifizierten die Ägypter?
- So lief die Mumifizierung ab
- Kanopenkrüge und Organe
- Nicht nur Pharaonen
- Tiermumien
- Berühmte Mumien
- Wo Sie Mumien sehen
- Was Mumien der Wissenschaft verraten
- Amulette und Beigaben
- Respekt im Museum
- Mumien jenseits von Ägypten
- Die Königsmumien von Kairo
- Praktische Tipps zum Museumsbesuch
- Mumien in der Popkultur
- Fazit
- Häufige Fragen zu Mumien
- Wie lange dauerte die Mumifizierung?
- Warum blieb das Herz im Körper?
- Darf man Mumien fotografieren?
- Gibt es Mumien ab Hurghada zu sehen?
Mumien faszinieren seit Jahrhunderten. Die alten Ägypter wollten den Körper nach dem Tod erhalten, damit die Seele im Jenseits weiterleben konnte. Hier erfahren Sie, wie Mumien in Ägypten hergestellt wurden, warum auch Tiere mumifiziert wurden und wo Sie heute Mumien sehen können.

Warum mumifizierten die Ägypter?
Nach dem Glauben der Ägypter brauchte die Seele einen Körper, in den sie zurückkehren konnte. Deshalb sollte er erhalten bleiben. Die trockene Wüste konservierte Körper schon früh von selbst, was die Ägypter wohl zur künstlichen Mumifizierung anregte. Mehr zur Jenseitsvorstellung in Ägyptische Götter im Überblick.
So lief die Mumifizierung ab
- Reinigung: Der Körper wurde gewaschen
- Entnahme der Organe: Gehirn meist durch die Nase, Lunge, Leber, Magen und Darm durch einen Schnitt
- Trocknung mit Natron: Das Salz entzog dem Körper Wasser, etwa 40 Tage lang
- Füllen und Salben: Harze, Öle und Leinen formten den Körper
- Wickeln: Binden mit Amuletten, dazu Rituale
- Beisetzung: im Sarg und im Grab
Der gesamte Vorgang dauerte rund 70 Tage. Das Herz blieb im Körper, da es als Sitz von Verstand und Charakter galt.
Kanopenkrüge und Organe
Die entnommenen Organe wurden in vier Krügen aufbewahrt, den Kanopen. Ihre Deckel zeigten die Söhne des Horus: Mensch, Pavian, Schakal und Falke. Mehr zu Horus in Edfu und Kom Ombo.

Nicht nur Pharaonen
Zunächst blieb die Mumifizierung Königen und Hohen vorbehalten. Später ließen sich auch Wohlhabende mumifizieren, in der Spätzeit viele Menschen. Je nach Preis gab es einfachere oder aufwendigere Verfahren.
Tiermumien
Katzen, Ibisse, Falken, Krokodile und sogar Stiere wurden mumifiziert. Manche waren Opfergaben an Götter, andere heilige Tiere oder Haustiere. In Sakkara und anderen Orten wurden Millionen Tiermumien gefunden. Eine Auswahl von Krokodilmumien sehen Sie in Kom Ombo.
Berühmte Mumien
- Tutanchamun: liegt in seinem Grab im Tal der Könige, siehe Tal der Könige
- Ramses II.: im Nationalmuseum der ägyptischen Zivilisation in Kairo, siehe Ramses II.
- Weitere Königsmumien: im Museum in Kairo
Wo Sie Mumien sehen
- Kairo: Ägyptisches Museum und Nationalmuseum der ägyptischen Zivilisation
- Luxor: Luxor-Museum, siehe Luxor 2 Tage ab Hurghada
- Kom Ombo: Krokodilmuseum am Tempel
- Tal der Könige: Mumie von Tutanchamun
Einrichtungen, Öffnungszeiten und Eintritt ändern sich. Prüfen Sie aktuelle Angaben vor dem Besuch.

Was Mumien der Wissenschaft verraten
Mit Computertomografie lassen sich Mumien untersuchen, ohne die Binden zu öffnen. So erkennen Forscher Alter, Krankheiten, Verletzungen und Zahnprobleme. Bei manchen Mumien fanden sich Spuren von Arterienverkalkung, bei anderen Zahnabszesse. Das zeigt: Auch im alten Ägypten waren Menschen Krankheiten ausgesetzt, die wir heute kennen.
Amulette und Beigaben
Zwischen den Binden wurden Amulette eingelegt, etwa der Skarabäus über dem Herzen, das Udjat-Auge zum Schutz und der Djed-Pfeiler für Beständigkeit. Dazu kamen Totenbuchtexte, die den Verstorbenen durch das Jenseits leiten sollten. Mehr zur Schrift in Hieroglyphen lesen.
Respekt im Museum
Mumien sind menschliche Überreste. Bleiben Sie ruhig, halten Sie sich an Fotoregeln und folgen Sie den Hinweisen des Personals. In einigen Räumen ist das Fotografieren verboten oder kostet extra.
Mumien jenseits von Ägypten
Viele ägyptische Mumien gelangten im 19. Jahrhundert nach Europa. Manche wurden öffentlich ausgewickelt, andere pulverisiert und als Medizin verkauft. Heute gilt ein respektvoller Umgang. Museen bemühen sich um Dokumentation und Schutz. Wer ägyptische Mumien in Europa sieht, sollte wissen, dass dieser Handel eine umstrittene Geschichte hat.
Die Königsmumien von Kairo
Viele Pharaonen des Neuen Reichs wurden im Altertum aus ihren Gräbern in Verstecke gebracht, um sie vor Plünderern zu schützen. Dort fand man sie im 19. Jahrhundert. 2021 wurden 22 königliche Mumien in einem Festzug von Kairo ins neue Nationalmuseum überführt. Dort werden sie in klimatisierten Vitrinen gezeigt.
Praktische Tipps zum Museumsbesuch
- Planen Sie genug Zeit ein, das Museum ist groß
- Ein Guide hilft, die Fülle zu ordnen
- Beachten Sie Fotoregeln und Zusatzgebühren
- Für Kinder können Mumien eindrucksvoll oder beängstigend sein, bereiten Sie sie vor
- Kombinieren Sie den Besuch mit den Pyramiden
Mumien in der Popkultur
Filme und Bücher erzählen vom „Fluch der Pharaonen“. Wissenschaftlich gibt es dafür keine Belege, die Erkrankungen früher Forscher lassen sich meist durch Schimmelpilze und Infektionen erklären. Das Bild bleibt dennoch faszinierend und trägt zum Interesse an Ägypten bei.
Fazit
Mumien erzählen von Glauben, Handwerk und Wissen. Sie zu sehen, bringt das alte Ägypten sehr nahe. Alle Touren finden Sie unter Ausflüge ab Hurghada.
Häufige Fragen zu Mumien
Wie lange dauerte die Mumifizierung?
Etwa 70 Tage.
Warum blieb das Herz im Körper?
Es galt als Sitz von Verstand und Charakter und wurde beim Totengericht gewogen.
Darf man Mumien fotografieren?
Das hängt vom Museum ab. Beachten Sie die Hinweise vor Ort.
Gibt es Mumien ab Hurghada zu sehen?
Ja, bei Tagesausflügen nach Luxor und mit einem Besuch des Tals der Könige.
