Inhaltsverzeichnis
- Baksheesh im Detail: Was Sie erwartet
- Angemessene Beträge im Überblick
- Warum diese Aufmerksamkeit überall präsent ist
- Regionale Unterschiede und besondere Situationen
- Praktische Tipps für den entspannten Umgang
- Wie Eiman Tours das Thema handhabt
- Häufige Fragen zu dieser Aufmerksamkeit unterwegs
- Ist es Pflicht?
- Muss ich in Restaurants immer etwas geben?
- Welche Währung sollte ich benutzen?
Trinkgeld in Ägypten, auf Arabisch Baksheesh genannt, beschäftigt viele Reisende schon vor dem Abflug: Wem gebe ich wie viel, wann wird es erwartet, und wann ist es einfach eine nette Geste? Wieviel Trinkgeld in Ägypten üblich ist, hängt zwar von der Situation ab, doch die kurze Antwort vorweg lautet: Es ist kein optionaler Bonus wie in Deutschland, sondern ein fest etablierter Bestandteil der Servicekultur – wer die Grundregeln kennt, bewegt sich von der ersten Minute an sicher durchs Land.
Baksheesh im Detail: Was Sie erwartet
In Ägypten arbeiten sehr viele Menschen im Tourismussektor für ein vergleichsweise niedriges Grundgehalt. Kellner, Zimmermädchen, Fahrer, Reiseleiter und selbst Hilfskräfte, die kurz beim Gepäck anpacken, kalkulieren diese Zuwendung fest in ihr monatliches Einkommen ein. Deshalb gilt: Ein angemessener Betrag wird nicht als überraschendes Extra empfunden, sondern schlicht als Teil der Bezahlung, mit der auch gerechnet wird.
Angemessene Beträge im Überblick
- Reiseleiter: ca. 50–100 EGP pro Tag, bei organisierten Ausflügen (z. B. einem Tagesausflug nach Luxor) am Ende der Tour übergeben.
- Fahrer: ca. 30–50 EGP pro Tag, meist etwas weniger als der Reiseleiter.
- Nilkreuzfahrt-Crew und Reiseleitung: am Ende der Reise, oft in einem vorbereiteten Umschlag, üblich sind hier eher 5–10 US-Dollar pro Tag und Person für die gesamte Crew zusammen.
- Zimmermädchen im Hotel: ca. 20–30 EGP pro Tag, am besten täglich sichtbar im Zimmer hinterlegt statt einer großen Summe am Ende des Aufenthalts.
- Gepäckträger und Kellner am Frühstücksbuffet: ca. 10–20 EGP bei spürbarer persönlicher Hilfe, etwa beim Koffertransport.
- Restaurants außerhalb des Hotels: ca. 5–10 % der Rechnung, sofern keine Servicegebühr bereits ausgewiesen ist; ist ein Zuschlag schon enthalten, ist eine zusätzliche Geste nett, aber nicht zwingend.
- Kleinere Dienste: Toilettenpersonal, Kamelführer oder spontane Fotomotive mit Einheimischen – hier reichen meist 5–10 EGP als symbolischer Betrag.
Warum diese Aufmerksamkeit überall präsent ist
Ob im Hotel, im Restaurant oder unterwegs bei einem Ausflug in die Wüste: Diese kleine Geste ist Ausdruck von Wertschätzung für einen Service, der oft mit spürbarem persönlichem Einsatz verbunden ist. Wer sich bewusst macht, dass dies Teil des Miteinanders ist, erlebt Ägypten entspannter und wird selbst freundlicher empfangen.
Regionale Unterschiede und besondere Situationen
Auch innerhalb Ägyptens ist die Erwartungshaltung nicht überall identisch. In stark touristisch geprägten Orten wie Hurghada oder Sharm El Sheikh ist diese Servicekultur meist etwas ausgeprägter, weil das Personal dort routiniert mit internationalen Gästen umgeht. In ruhigeren Küstenstädten wie El Quseir oder Safaga fällt die Erwartung tendenziell zurückhaltender aus, ohne dass sie dort weniger geschätzt würde. Auch bei besonderen Anlässen, etwa wenn ein lokaler Fotograf während eines Ausflugs die Gruppe begleitet oder das Reisebüropersonal sich außergewöhnlich aufmerksam kümmert, ist eine zusätzliche, freiwillige Geste eine gern gesehene Anerkennung – immer als Ausdruck, der sich an der wahrgenommenen Servicequalität orientiert, nicht als Pflicht.
Praktische Tipps für den entspannten Umgang
- Wechseln Sie bei Ankunft direkt einen Teil Ihres Geldes in kleine Scheine – so haben Sie für ägyptisches Pfund immer passendes Kleingeld griffbereit. Mehr dazu im Beitrag Geld in Ägypten.
- Bei Gruppenreisen wird der Betrag für Guide und Fahrer häufig gemeinsam gesammelt und am Ende übergeben.
- Fragen Sie im Zweifel einfach Ihre Reiseleitung – das ist völlig normal und wird nie als unhöflich empfunden.
- Diese Geste bleibt immer freiwillig: Bei wirklich schlechtem Service ist es in Ordnung, weniger oder nichts zu geben.
- Auch Euro oder US-Dollar werden gerne akzeptiert, falls gerade kein ägyptisches Kleingeld zur Hand ist – kleine Euro-Scheine (5 oder 10 Euro) sind dabei am praktischsten.
Wie Eiman Tours das Thema handhabt
Bei Ausflügen mit Eiman Tours – ob bei einer Wüstensafari, einem Ausflug direkt ab dem Flughafen Hurghada oder einer mehrtägigen Rundreise – informieren unsere deutschsprachigen Reiseleiter Sie unaufgefordert und diskret darüber, was in der jeweiligen Situation angemessen ist. So müssen Sie sich in keiner Situation unsicher fühlen und können sich voll auf das Erlebnis konzentrieren. Wenn Sie noch unsicher sind, welcher Ausflug am besten zu Ihnen passt, hilft Ihnen unser Beitrag, um den perfekten Ausflug zu finden.
Häufige Fragen zu dieser Aufmerksamkeit unterwegs
Ist es Pflicht?
Rechtlich verpflichtend ist es nicht, gesellschaftlich jedoch fest etabliert und wird in den meisten Servicebereichen ganz selbstverständlich erwartet.
Muss ich in Restaurants immer etwas geben?
Wenn bereits eine Servicegebühr auf der Rechnung ausgewiesen ist, ist eine zusätzliche Geste nett, aber nicht zwingend. Ohne ausgewiesene Gebühr sind 5–10 % auf den Betrag üblich.
Welche Währung sollte ich benutzen?
Am praktischsten ist ägyptisches Pfund in kleinen Scheinen, doch auch Euro oder Dollar werden vielerorts gerne akzeptiert, wenn gerade kein Kleingeld zur Hand ist – kleine Euro-Scheine (5 oder 10 Euro) sind meist am einfachsten. Zur Einfuhr: Bargeld bis 10.000 US-Dollar (oder Gegenwert in Euro) ist ohne Anmeldung erlaubt; größere Summen müssen deklariert werden.
